Freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern – Der VSME-Standard als Chance
Im Rahmen der Omnibus-Vorschläge hat die Europäische Kommission Änderungen an der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vorgeschlagen. Demnach wären Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern nicht mehr verpflichtet, nach der CSRD zu berichten. Dieser Vorschlag ist noch nicht endgültig beschlossen.
Gerade für nicht berichtspflichtige Unternehmen stellt sich nun die Frage, ob sie dennoch eine ESG-Berichterstattung auf freiwilliger Basis durchführen sollten, denn ESG-Transparenz bleibt ein wichtiger Faktor für Investoren, Kunden und Geschäftspartner. Der freiwillige Standard für Nachhaltigkeitsberichterstattung (VSME) bietet hierfür eine einfache und praxisnahe Lösung.
Der VSME-Standard als pragmatische Lösung
Der VSME-Standard wurde entwickelt, um Unternehmen eine strukturierte, aber dennoch flexible Möglichkeit zur ESG-Berichterstattung zu bieten. Er ist speziell darauf ausgerichtet, mit minimalem Aufwand einheitliche ESG-Daten zu erfassen und mit Stakeholdern zu teilen.
Warum Unternehmen trotz fehlender Pflicht berichten sollten
- Erfüllung von Stakeholder-Erwartungen: Banken, Kunden und Investoren fordern zunehmend ESG-Transparenz, unabhängig von gesetzlichen Verpflichtungen.
- Verbesserung der Finanzierungschancen: Unternehmen mit soliden ESG-Daten haben häufig einen besseren Zugang zu Finanzierungen und profitieren von günstigeren Kreditkonditionen.
- Wettbewerbsvorteil durch Transparenz: Wer freiwillig Nachhaltigkeitsinformationen bereitstellt, stärkt seine Marktposition und signalisiert Verantwortung.
- Bessere Vorbereitung auf zukünftige Regularien: ESG-Regulierungen entwickeln sich stetig weiter. Unternehmen, die bereits jetzt eine Berichtsstruktur aufbauen, sind für zukünftige Pflichten besser gewappnet.
- Interne Prozessoptimierung: Die strukturierte Erfassung von ESG-Daten hilft, Ressourcen effizienter zu nutzen und Nachhaltigkeitsziele gezielt zu steuern.
Der VSME-Standard – Der kleinste gemeinsame Nenner in der ESG-Berichterstattung
Die im VSME enthaltenen Kern-KPIs stellen den kleinsten gemeinsamen Nenner der ESG-Berichterstattung dar. Unternehmen, die sich an diesen Standard halten, decken die grundlegenden Anforderungen ab, die Investoren und Geschäftspartner in der Regel erwarten und verstehen Ihre eigenen Umweltauswirkungen, aber auch resultierende Risiken aus sozialen und umweltbezogenen Entwicklungen besser. Da der Standard flexibel anwendbar ist, besteht kein Risiko, unnötige oder übermäßig komplexe Anforderungen zu erfüllen – Unternehmen können damit nichts falsch machen.
Unser VSME-Modul als Unterstützung
Um Unternehmen eine effiziente ESG-Berichterstattung zu ermöglichen, bietet unser VSME-Modul eine strukturierte Lösung für die Erfassung, Analyse und das Sharing von ESG-Daten. Mit den Basic- und Comprehensive-Modulen können Unternehmen die für sie relevanten ESG-Kennzahlen einfach dokumentieren und über das EQS-Sustainability-Profil mit Investoren und Kunden teilen. Zudem ermöglicht unser VSME-Modul ein umfassendes Performance-Tracking und Verbesserungen auf Basis der VSME-KPIs.
Auf Wunsch lassen sich auch weiterführende Elemente wie die doppelte Wesentlichkeitsanalyse (WKA) und CO₂-Footprinting integrieren, um eine noch detailliertere ESG-Berichterstattung sicherzustellen.
Fazit
Sollte die vorgeschlagene Änderung der CSRD umgesetzt werden, entfällt die Berichtspflicht für Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern. Dennoch bleibt ESG-Reporting ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit. Der VSME-Standard bietet eine pragmatische und risikoarme Möglichkeit, ESG-Daten zu verwalten und strategisch zu nutzen. Mit unserem VSME-Modul können Unternehmen effizient und mit minimalem Aufwand in die ESG-Berichterstattung einsteigen, sich transparent gegenüber ihren Stakeholdern präsentieren und langfristig ihre Marktposition stärken.